REGIO Aachen e.V.
Theaterstraße 67
52062 Aachen
Tel.: +49-(0)241-56861-0
Fax: +49-(0)241-56861-61
info@regioaachen.de
Die Geschichte der REGIO Aachen
Die REGIO Aachen e.V. wurde am 14.4.1981 gegründet, um als deutscher Partner in der Euregio Maas-Rhein die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck zu koordinieren und zu fördern. Die beabsichtigte Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit war von dem Grundgedanken geleitet, die Nachteile nationaler Randlagen abzubauen und die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Infrastruktur des Grenzraumes gemeinsam zu stärken. Diese Notwendigkeit ergab sich nicht zuletzt aus der Tatsache, dass die Gebiete der Euregio in einem hohen Maß mit den Erfordernissen eines wirtschaftlichen Strukturwandels konfrontiert waren, der die traditionellen Industrien (z.B. Montanindustrie, Textilfabrikation) zunehmend ihrer Bedeutung beraubte. In der Euregio Maas-Rhein (EMR) sind fünf Partnerregionen aus drei Staaten zusammengeschlossen: Aus Belgien die Provinz Limburg (Hasselt), die Provinz Lüttich sowie die Deutschsprachige Gemeinschaft (Eupen), aus den Niederlanden die Provinz Südlimburg (Maastricht) und aus Deutschland die REGIO Aachen.
Im Vergleich zu den Partnern aus Belgien und den Niederlanden weist die Struktur der REGIO Aachen e.V. eine wichtige Besonderheit auf: Während es sich bei den Provinzen aus den Nachbarländern um Gebietskörperschaften, also festgefügte Verwaltungseinheiten handelt, ist die REGIO Aachen e.V. ein freiwilliger Zusammenschluss der Kreise Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, der kreisfreien Stadt Aachen sowie des Regierungspräsidenten in Köln. Ferner gehören der REGIO Aachen e.V. eine Vielzahl von Kommunen aus den genannten Kreisen an, darüber hinaus Verbände und gesellschaftliche Organisationen.
Zur Gestaltung der betreffenden Diskussions- und Entscheidungsprozesse wurde die REGIO Aachen als eingetragener Verein konstituiert. In den ersten Jahren war die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weitgehend auf eher informelle Kontakte und spontane Kooperationen beschränkt. Allerdings bildeten sich auf Anregung der REGIO schon Ende der siebziger Jahre insbesondere für den sozio-kulturellen und den wirtschaftlichen Bereich mit Experten besetzte Arbeitsgruppen, die etwa Projekte zur gegenseitigen Information und zum Austausch (etwa im Schulbereich) initiierten. Anfang der achtziger Jahre wurde erstmals die Erstellung eines Grenzüberschreitenden Aktionsprogramms (GAP) ins Auge gefasst. Das schließlich 1986 vorgelegte GAP war ein Meilenstein der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Erstmals entstand eine kohärente und von Fachleuten erarbeitete Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur der Euregio, die gleichzeitig einen Handlungsrahmen für die grenzüberschreitende Kooperation bildete. Dementsprechend liefen 1988 mit finanzieller Unterstützung der EG die ersten der im GAP-Katalog vorgeschlagenen Pilotprojekte an. Mit Beginn der neunziger Jahre und im Verlauf einer beschleunigten europäischen Integration erkannte man, dass Grenzräume für die grenzüberschreitende Kooperation von Nationalstaaten in der EU eine exemplarische Bedeutung besitzen. Besonders hier musste sich die Freizügigkeit für Personen in der Praxis beweisen. Vor Ort mussten Grenzen abgebaut und die Nachteile der Grenzlage aufgehoben werden.
Die Brüsseler EU-Kommission legte die Förderprogramme INTERREG I (1990-1993) und INTERREG II (1994-1999) auf, die speziell auf eine Förderung der grenzüberschreitenden Kooperation zugeschnitten waren. Als Adressat dieser Förderung wandelte sich die Euregio Maas-Rhein 1991 in eine Stichting nach niederländischem Recht um. In der Folge wurde das INTERREG-Programm, aus dem die Euregio bis 1999 fast 60 Millionen ECU erhielt, zu einem entscheidenden Schrittmacher der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Bei der REGIO Aachen wurde, wie bei den anderen Partnern in der Euregio, ein INTERREG-Management eingerichtet, das potentielle Projektträger bei der Gestaltung und Finanzierung ihrer Vorhaben durch Information und Beratung unterstützt und die Konsensbildung der Partnerregionen vorbereitet. Gegenwärtig befindet sich das INTERREG-Programm in seiner vierten Phase, die von 2007 bis 2013 dauern wird.
Mit der Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurden auch die personellen und institutionellen Kapazitäten der REGIO Aachen ausgebaut. Entsprechend dem großen Interesse an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, entwickelte sich die Geschäftsstelle der REGIO aus eher bescheidenen Anfängen zur Informations- und Service-Stelle, u.a. für Journalisten, Schüler- und Studentengruppen, die teils von auswärts anreisen. Im Bereich der Grenzgängerberatung entstand, angestoßen durch die REGIO, ein effizientes Netzwerk von Fachleuten und Institutionen, die den mit unterschiedlichen nationalen Rechtsbestimmungen konfrontierten Einwohnern der Euregio Hilfe anbieten. Als neueste Entwicklung ist die Ansiedlung der euregionalen Task Force für Grenzgänger bei der REGIO Aachen e.V. zu vermelden, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, einen politischen Prozess zur Lösung von Mobilitätshindernissen und Benachteiligungen von Grenzgängern in Gang zu setzten.
Im Jahr 2001 fusionierte die REGIO Aachen mit der Regionalkonferenz. Nach diesem Zusammenschluss erstreckt sich das Aufgabengebiet der REGIO auch auf die regionale Strukturentwicklung. Hier übernimmt die REGIO die Aufgaben der Regionalkonferenzen des Landes Nordrhein-Westfalen, die im Zuge der Regionalisierten Strukturpolitik des Landes alle strukturrelevanten Maßnahmen, Förderziele und Politikbereiche konsensorientiert koordinieren.
15.07.2010
Grenzen überbrücken
Studie zur Optimierung der Informationsbereitstellung für Grenzpendler in Euregios
14.07.2010
Aufenthaltspapiere für Deutsche in Kerkrade
Neuer Service im Eurode Business Center
11.06.2010
Interreg IV A-EMR Projektgenehmigungen
08.09.2010
Deutsch-Niederländischer allgemeiner zwischenstaatlicher Sprechtag
in Herzogenrath / Kerkrade
21.09.2010
Wallfahrt, Prozession und Kirche - Religion & Konfession in der EUREGIO
in REGIO Aachen e.V.
22.09.2010
Deutsch-Belgischer allgemeiner zwischenstaatlicher Sprechtag
in Kelmis / Belgien
07.10.2010
Deutsch-Niederländischer Rentensprechtag
in Herzogenrath / Kerkrade

